Wasserschutz nach einer Handy-Reparatur
IP67 und IP68 beschreiben eine Prüfung am neuen, verschlossenen Gerät. Nach dem Öffnen stellen wir diese Schutzart nicht wieder her.
Inhalt
- Was IP67 und IP68 beschreiben
- Warum die Dichtung auch ohne Reparatur nachlässt
- Was das Öffnen verändert
- Was eine neue Verklebung im Alltag leistet
- Wenn bereits Flüssigkeit im Gerät war
- Was nach der Reparatur gilt
Was IP67 und IP68 beschreiben
Die Buchstaben IP stehen für eine Schutzart nach einem festgelegten Prüfplan. Die erste Ziffer 6 bedeutet staubdicht. Die zweite Ziffer beschreibt Wasser. Bei der 7 ist das eine zeitlich begrenzte Tauchprüfung, üblicherweise bis zu einem Meter und für bis zu 30 Minuten. Die 8 geht über diese Grenze hinaus. Tiefe und Dauer legt dann der Hersteller für sein Gerät fest, nicht die Ziffer allein.
Geprüft wird ein neues, unbeschädigtes und verschlossenes Gerät unter Laborbedingungen. Die Angabe ist keine Zusage, dass Spritzwasser, Regen oder ein Fall ins Becken über die ganze Nutzungszeit folgenlos bleiben. Apple schreibt, dass der Schutz vor Spritzwasser, Wasser und Staub nicht dauerhaft ist und durch normale Abnutzung nachlassen kann. Welche Tiefe Apple für ein Modell nennt, steht in den technischen Daten dieses Modells.
Warum die Dichtung auch ohne Reparatur nachlässt
Die Abdichtung sitzt im Klebstoff und in den Dichtungen zwischen Glas, Rahmen und Anschlüssen. Klebstoff altert. Ein Sturz kann den Rahmen gering verziehen, ohne dass das Bild ausfällt. Schon vor einer Reparatur kann das Gerät damit hinter der ursprünglichen Laborprüfung zurückliegen. Die aufgedruckte Schutzart beweist den Zustand heute nicht.
Was das Öffnen verändert
Display-, Akku- und viele andere Reparaturen öffnen das Gehäuse. Die ursprüngliche Verklebung ist danach unterbrochen. Bei der Reparatur des iPhone-Frontglases setzen wir eine neue Gehäusedichtung ein. Das steht so auf der Seite iPhone Glas Reparatur. Diese neue Verklebung ist Teil der Glasreparatur. Sie ist keine Wiederholung der Herstellerprüfung und keine zertifizierte Schutzart.
Dieselbe Grenze gilt, wenn das Gerät an anderer Stelle geöffnet wird, zum Beispiel beim Akkuwechsel oder beim Displaytausch. Dass jede dieser Arbeiten eine neue, geprüfte Dichtung in demselben Umfang enthält, sagen wir nicht. Gesagt ist: Nach dem Öffnen ist die ursprüngliche Wasserbeständigkeit nicht mehr die des verschlossenen Neugeräts.
Nach dem Öffnen kann die ursprüngliche Wasserbeständigkeit nicht garantiert werden. Die neue Verklebung schützt besser vor Staub und Feuchtigkeit – ohne Herstellerzertifizierung.
Was eine neue Verklebung im Alltag leistet
Eine neue Verklebung schließt das Gehäuse wieder und hält Staub und Feuchtigkeit besser vom Inneren fern als eine offene Fuge. Sie ersetzt die Laborprüfung nicht. Regen, Spritzwasser und ein Fall ins Waschbecken bleiben ein Risiko. Eine Hülle ist zusätzlicher Schutz gegen Stöße und Spritzer. Sie stellt die Schutzart nicht her.
| Zustand | Was sich zur Schutzart sagen lässt |
|---|---|
| Neues, verschlossenes Gerät | Es gilt die Prüfung des Herstellers unter den veröffentlichten Laborbedingungen. |
| Nach Sturz oder langer Nutzung | Klebstoff und Rahmen können bereits nachgegeben haben. Die alte Angabe beweist den Zustand nicht. |
| Nach der iPhone-Glasreparatur | Neue Gehäuseverklebung. Die ursprüngliche Wasserbeständigkeit wird nicht garantiert. |
| Nach Akku- oder Displaytausch | Das Gehäuse war geöffnet. Die ursprüngliche Wasserbeständigkeit wird nicht garantiert. |
| Nach Flüssigkeit im Inneren | Eigener Befund. Keine Garantie auf dauerhafte Funktionsfähigkeit. |
Wenn bereits Flüssigkeit im Gerät war
War das Gerät nass, ist das ein eigener Befund. Korrosion kann Kontakte und Bauteile weiter angreifen, auch wenn das Display noch angeht. Schalten Sie es nicht zum Prüfen wiederholt ein, laden Sie es nicht, und legen Sie es nicht in Reis. Reis zieht die Feuchtigkeit nicht aus den Steckern. Auf der Seite iPhone Reparatur gibt es die Prüfung nach Flüssigkeitsschaden. Eine Diagnose bei Feuchtigkeit steht auch bei der Smartphone-Reparatur.
Für Geräte mit Flüssigkeitsschäden übernehmen die Garantiebedingungen keine Garantie auf die dauerhafte Funktionsfähigkeit. Das betrifft den Zustand nach Feuchtigkeit. Welcher Reparaturweg beim Display sinnvoll ist, klärt die Prüfung von Bild und Touchfunktion, beschrieben in Displayglas oder Display tauschen.
Was nach der Reparatur gilt
- Die werkseitig geprüfte Schutzart gilt danach nicht als wiederhergestellt.
- Eine neue Verklebung ist ein besserer Abschluss gegen Staub und Feuchtigkeit, keine neue Herstellerprüfung.
- Auf die ausgeführte Glasreparatur gibt es sechs Monate freiwillige Garantie. Die gesetzlichen Gewährleistungsrechte bleiben unberührt. Die Schutzart fällt nicht darunter.
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Artikel lesenHäufige Fragen
Ist das iPhone nach der Glasreparatur wieder wasserdicht?
Nein. Eine neue Gehäuseverklebung wird eingesetzt. Die ursprüngliche vom Hersteller geprüfte Wasserbeständigkeit kann nach dem Öffnen nicht garantiert werden.
Gilt IP67 oder IP68 nach der Reparatur weiter?
Die Ziffern beschreiben die Prüfung des neuen, verschlossenen Geräts. Nach dem Öffnen stellen wir diese Prüfung nicht wieder her und zertifizieren sie nicht.
Betrifft das nur das iPhone?
Nein. Jede Reparatur, die das Gehäuse öffnet, unterbricht die ursprüngliche Verklebung. Die Schutzart des Herstellers stellen wir danach nicht wieder her.
Ersetzt eine Hülle die Dichtung?
Nein. Eine Hülle kann Stöße und Spritzer abhalten. Die geprüfte Schutzart des Gehäuses stellt sie nicht her.
Was tun, wenn das Gerät schon nass war?
Laden Sie es nicht, legen Sie es nicht in Reis und schalten Sie es nicht wiederholt ein. Bringen Sie es zur Prüfung. Die iPhone-Seite und die Smartphone-Reparatur beschreiben die Diagnose nach Feuchtigkeit.
Ist die neue Verklebung vom Hersteller zertifiziert?
Nein. Sie schützt besser vor Staub und Feuchtigkeit. Eine Herstellerzertifizierung ist damit nicht verbunden.
Gerät war offen oder nass?
Wir prüfen den Schaden. Eine werkseitige Schutzart sagen wir nach der Reparatur nicht zu.
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